Secondhand

Secondhand oder lieber NEU kaufen?

Der Lebensweg unserer Kleidung und wie wir sie richtig verwerten.

Kleidung kaufen geht schnell. Rein in den Laden - sehen, probieren, kaufen - raus aus dem Laden. Und jetzt freuen :-)

Aber oft genug kommt man zuhause an und bemerkt, dass einem die Farbe und der Schnitt beim zweiten Hinschauen doch nicht so gut gefallen, wie eben noch im Laden. Da war die Beleuchtung anders, die Verkäuferin hat gelobt, wie gut einem die Bluse steht und man war gewillt sich selbst eine Freude zu machen. Kein Problem, geben wir das Kleidungsstück doch einfach zurück. Auch bei Käufen im Internet ist das heutzutage keine große Sache mehr und ganz normal. Gott sei Dank! Sonst würden noch mehr Klamotten, als ohnehin schon, auf dem Müll landen und unsere Umwelt belasten. Jedes Stück, das unachtsam im Müll landet, verschmutzt unsere Umwelt. Sei es, durch sinnlosen Rohstoff verbrauch, durch die verschwendete Energie bei der Herstellung, mit Chemikalien belastetes Material oder durch die CO2 Belastung, die bei der Entsorgung und Müllverbrennung entsteht!

 

Deshalb liegt es in unserer Verantwortung, wie wir mit der Ressource "Kleidung" umgehen, denn sie ist ein Grundbedürfnis und nimmt einen großen Teil unseres Lebens ein, für den wir unter Umständen auch viel Geld ausgeben. 

 

Exkurs:

Noch bis vor ungefähr 180 Jahren, vor dem Beginn der Industrialisierung, wurde Kleidung nicht einfach achtlos weggeworfen. Stoffe waren, je nach Material und Qualität, sehr wertvoll und wurden deshalb mehrfach verwendet und nur im äußersten Notfall weggeworfen, oder am Ende noch als Putzlappen verwendet. Es war üblich, dass Kleidung innerhalb der Familie an jüngere Geschwister, Verwandte oder Bedienstete weitergegeben wurde. Häufig wurden vor allem die Kleider der Damen der neuesten Mode angepasst, was man heute als Upcycling bezeichnen würde, oder sie wurden wieder aufgetrennt und zu neuen Kleidungsstücken zusammengesetzt, das nennt man dann Recycling. Kleidung, die man wirklich gar nicht mehr haben wollte, landete in den Armenhäusern und Armenvierteln in Städten, oder Waisenhäusern, aber weggeworfen wurde selten etwas.

 

Bei diesem Gedanken frage ich mich gerade, wann eigentlich die Müllabfuhr entstanden ist, so wie wir sie heute kennen? Früher wurden, soweit man weiß, Essensreste und Vekalien direkt vor der Haustür entsorgt - nicht nur auf dem Land, auch in den Städten. Wahrscheinlich kamen noch Scherben von Geschirr und Gläsern dazu, aber selbst Stoff- und Garnreste und andere brennbare Materialien wurden wahrscheinlich direkt im Kamin verbrannt, sorgten also für angenehme Wärme. Viele Dinge, die wir heute wegwerfen und selber gar nicht wieder verwerten können gab es damals noch nicht, wie zum Beispiel Plastik - das können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen!

 

Doch zurück zum Thema Secondhand:

Der Ausflug in die Industrialisierung hat uns nicht nur Gutes gebracht und so müssen wir uns wieder mehr an vergangenem Verhalten orientieren und Dinge wiederverwenden und mehrfach benutzen.

Gedankenlos wegwerfen ist keine Lösung mehr für unsere Zukunft!

 

Dehalb möchte ich euch unter dem Menüpunkt "Secondhand" neuen Wege aufzeigen, wo wir Secondhand-Kleidung kaufen können, oder wie wir unsere eigene Kleidung ganz einfach zu Secondhand machen ;-)

Viel Vergnügen beim stöbern.

 

MEHR INFOS FINDET IHR HIER

Slow Fashion

Fast Fashion oder Slow Fashion?

Wohin geht der Trend?

Ein Thema, Mode. Zwei Artikel, Slow Fashion oder Fast Fashion. Wer gewinnt?

Kleidung ist ein Grundbedürfnis des Menschen, aber brauchen wir wirklich so viel und können wir es mit unserem Gewissen vereinbaren, dass wir mit unserem Konsum die Umwelt verschmutzen? Kein ganz aktuelles Thema mehr und doch beschäftigt uns diese Frage mehr denn je. Vor allem, wenn man einem aktuellen Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP glauben schenkt, geht der Trend weltweit dort hin, dass immer mehr Menschen, darunter viele junge, immer mehr Kleidung von sogenannten Fast Fashion Herstellern kaufen. Die Produktion von Kleidung soll sich zwischen den Jahren 2004 und 2019 verdoppelt haben. Das eigentliche Problem ist aber, dass die Hersteller offenbar bis zu 59.000 Tonnen der zu viel produzierter Kleidung aus der ganzen Welt, nach Chile schicken und dort etwa 39.000 Tonnen gar nicht verwertet werden, sondern auf einem riesigen Müllberg landen. Wenn man bedenkt, dass ein Großteil der gebrauchten Kleidung zusätzlich anderswo auf dem Müll landet und oft nicht länger als eine Saison getragen wird, wächst der Müllberg, den wir durch unser "Grundbedürfnis" erzeugen in schwindelnde Höhen. Hinzu kommt noch, dass die Modeindustrie, laut dem Artikel, für bis zu zehn Prozent der weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen verantwortlich ist. 

 

Dagegen steht ein anderer Bericht, in dem es heißt, dass immer mehr Verbraucher in Europa und Deutschland weniger Kleidung kaufen, beziehungsweise auf Slow Fashion Labels setzen und ein überdurchschnittliches Bewußtsein für nachhaltige Mode entwickeln. Demnach gehen auch wieder mehr Menschen in Secondhand-Läden, oder nutzen Secondhand-Apps im Internet. Wo es neue, nachhaltige Kleidung zu kaufen gibt, scheint sich unter den Verbrauchern aber noch nicht sehr vebreitet zu haben. Deshalb ist es auch ein erklärtes Ziel von Sumsebrumm dem entgegenzuwirken, indem wir euch Secondhand-Läden und nachhaltige Labels vorstellen. In dem Artikel heißt es weiter, dass Teilnehmern an einer Umfrage vor allem nachhaltige Materialien, wenig Chemikalieneinsatz und Tierwohl am Herzen lagen. Eine gute Nachricht ist immerhin, dass laut dem European Fashion Report 2021, sich in der Modebranche noch viele neue Marktchancen eröffnen werden, da viele Menschen offen für nachhaltige Labels sind und auch jüngere nicht mehr so stark an Klamotten interessiert sind. Allerdings geht aus dem Bericht auch hervor, dass es ein ebenso großer Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit wäre, wenn wir Verbraucher einfach insgesamt weniger Kleidung kaufen würden.

 

Fazit:

Sicherlich ist es besser Slow Fashion statt Fast Fashion zu kaufen, aber am Ende müssen wir uns doch die Frage stellen, ob wir wirklich so viel Kleidung brauchen, wie wir letztendlich kaufen!

Darum schau genau in der Boutique und nimm nur die Hälfte mit!

In diesem Sinne wünsche ich euch fröhliches Einkaufen ;-)

Eure Martina

 

MEHR INFOS FINDET IHR HIER

Re-/Upcycling

Re-/Upcycling

Hier entsteht noch ein Artikel über Re-/Upcycling

Do It Yourself

Do It Yourself

Hier entsteht noch ein Artikel über Do It Yourself

In der chilenischen Wüste türmt sich ein Berg unverkaufter Kleidung von Fast-Fashion-Händlern auf
Artikel der französischen Nachrichtenagentur AFP über den Müllberg in Chile, der am 09.11.2021 auf der Website des Business Insider erschienen ist
Mode_2021_11_FastFashion_BusinessInsider[...]
Microsoft Word-Dokument [455.3 KB]
BrandIndex: Slow Fashion: Jeder vierte Deutsche kauft seltener Kleidung
Artikel über den Slow Fashion Trend, der am 08.11.2021 auf der Website der Wirtschaftswoche erschienen ist.
Mode_2021_11_SlowFashion_WirtschaftsWoch[...]
Microsoft Word-Dokument [73.2 KB]
Druckversion Druckversion | Sitemap
© Sumsebrumm - Nachhaltig leben!